Pressemitteilung zur Honorierung der Ökosystemleistungen des Waldes

Förderkonzept der Bundesregierung ist kontraproduktiv - Wälder nutzen statt stilllegen!
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat heute einen Antrag zur Honorierung von Ökosystemleistungen der Wälder in den Bundestag eingebracht. Hermann Färber, zuständiger Berichterstatter für das Thema Wald im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, erklärt dazu:
„Rund ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands ist bewaldet, insgesamt sprechen wir von über 11,4 Millionen Hektar. Unsere Wälder erfüllen zahlreiche Funktionen - ihren wichtigsten Beitrag leisten sie jedoch zum Klimaschutz.
 
Insgesamt erbringt der Cluster Forst und Holz eine jährliche Sen-ken- und Speicherleistung von rund 127 Millionen Tonnen CO2 und kompensiert damit rund 14 Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen. Die Wälder müssen sich an den Klimawandel anpassen. Für den Waldumbau hin zu klimastabilen Mischwäldern werden laut dem Thünen-Institut bis zu 43 Milliarden Euro benötigt“, erklärt der Abgeordnete.
 
„Diese immensen Kosten können die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer nicht alleine stemmen. Daher braucht es eine finanzielle Vergütung der Ökosystemleistungen der Wälder, welche den Waldumbau unterstützt, damit der Wald seinen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten kann“, fordert Färber. Da-bei müsse berücksichtigt werden, dass hierzulande der Privatwald von insgesamt 2,5 Millionen Hektar aus eher kleinen Flächen von unter 20 Hektar bestehe. Die Durchschnittsgröße der Forste in Baden-Württemberg betrage beispielsweise nur 0,9 Hektar. Der Vorsitzende des Agrarausschusses betont weiter, dass deshalb gerade auch Kleinprivatwaldbesitzer motiviert werden sollten, den klimagerechten Umbau ihrer Wälder in der Bewirtschaftung zu berücksichtigen.
 
„Die Bundesregierung hat nun ein Förderkonzept vorgelegt, das weder dem Klimaschutz noch dem Wald dient, weil damit neuebürokratische Hürden für Waldbesitzer aufgebaut werden und durch Stilllegungen von Waldflächen weniger nachhaltig angebautes Holz für die Holzwirtschaft und Holznutzung zur Verfügung stehen. Das benötigte Holz muss dann aus dem Ausland importiert werden. Es ist wissenschaftlich belegt, dass bewirtschaftete Wälder mehr CO2 speichern als nicht bewirtschaftete Wälder“, erklärt Färber. Das gelinge aber nur durch eine nachhaltige Forstwirtschaft mit standortangepassten Baumarten und nicht durch Stilllegungen.
 
„In unserem Antrag fordert die CDU/CSU-Bundestagsfraktion deshalb, keine weiteren Extensivierungsmaßnahmen vorzunehmen und ein Honorierungssystem für die Ökosystemleistungen des Waldes zu entwickeln, das vor allem auch Besitzer kleinerer Waldflächen in die Lage versetzt, diese nachhaltig zu bewirtschaften. Die Anforderungskriterien der bereits bestehenden Zertifizierungssysteme reichen dafür aus und müssen nicht erweitert werden. Nur so wird eine praktikable Umsetzung möglich.“
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