Pressemitteilung zur Situation der Tafeln

Durch Mehrfachbelastungen werden Spenden dringend benötigt

Anlässlich eines fraktionsübergreifenden Fachgesprächs zur Situation der Tafeln in Deutschland mit dem Bundesverband Deutsche Tafel e. V. erklärt Hermann Färber, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag:

„Die Arbeit der Tafeln wurde bereits durch die COVID-19-Pandemie erheblich erschwert. Nun machen sich auch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine bemerkbar: Durch die gestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten wenden sich immer mehr Menschen an die Tafeln. Darüber hinaus werden gegenwärtig vermehrt Geflüchtete aus der Ukraine mit Lebensmitteln und Notfallpaketen versorgt.

Verstärkt wird die schwierige Situation durch Warenengpässe, da die Tafeln seit Jahresbeginn immer weniger Lebensmittelspenden erhalten. Durch die steigende Nachfrage stehen daher immer öfter Bedürftige vor leeren Regalen. Zudem verursachen die gestiegenen Sprit- und Energiepreise Mehrkosten, die die Tafeln nicht ohne zusätzliche Spenden bewältigen können.“

Der Abgeordnete betont die wertvolle Arbeit der Tafeln: „Sie ist eine wichtige Brücke zwischen Lebensmittelverschwendung und Armut. Um mir ein Bild von den Mehrfachbelastungen vor Ort zu machen, werde ich zeitnah eine der Anlaufstellen in meinem Wahlkreis aufsuchen. Darüber hinaus möchte ich gerne dazu aufrufen, für diesen guten Zweck zu spenden.“

Über 960 Tafeln versorgen mehr als 1,6 Millionen Menschen in Deutschland mit Lebensmitteln. Mit 60.000 Ehrenamtlichen werden pro Jahr 265.000 Tonnen Lebensmittel gerettet und an armutsbetroffene Menschen verteilt.

Die Tafel bittet aufgrund der aktuellen Belastungen für Spenden und ehrenamtliche Unterstützung. Privatpersonen und Unternehmen können der Tafel in ihrer Nähe haltbare Lebensmittel spenden. Im Kreis Göppingen wenden Sie sich diesbezüglich an die Göppinger Tafel CARIsatt oder die Süßener Tafel.